Stadtwerke Lehrte

Im Jahr 2015 stellten die Stadtwerke Lehrte den Neubau ihres Verwaltungsgebäudes in der Germaniastraße in Lehrte als Plusenergiehaus fertig. Eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach produziert jährlich mehr Strom, als die Nutzung des Gebäudes an Endenergie benötigt.

Die Gebäudehülle wurde in überdurchschnittlicher energetischer Qualität mit Passivhauskomponenten realisiert. Alle Bauteilanschlüsse wurden energetisch optimiert geplant und detailliert berechnet, so dass ein sehr geringer Wärmebrückenverlustkoeffizient erreicht werden konnte. Für die Gebäudehülle wurde dank eines gut durchdachten und ausgeführten Luftdichtheitskonzeptes eine sehr gute Luftdichtheit realisiert.

Das Gebäude verfügt über eine hochmoderne Anlagentechnik mit zwei bivalenten Erdwärmepumpen, die je nach Bedarf zum Heizen oder Kühlen eingesetzt werden. Weiterhin verfügt das Objekt über eine Betonkernaktivierung und ist mit Kühldecken ausgestattet, über die die Räumlichkeiten sowohl gekühlt als auch geheizt werden können. Da beide Komponenten an die Wärmepumpen angeschlossen sind, handelt es sich um passive und damit klimaneutrale Kühlsysteme. Weiterhin besitzt das Gebäude eine zentrale Lüftungsanlage mit einem hocheffizienten Wärmerückgewinnungsgrad ≥80%.

Mit seiner modernen Architektur sorgt die neue Verwaltung für eine Bereicherung des Stadtbildes an einem Standort, der viele Jahre lang von der leer stehenden Industriebrache des alten Elektrizitätswerks geprägt war. Eine Sanierung des Werkes galt lange Zeit aufgrund des völlig maroden Zustandes der Substanz als zu kostspielig. Die Stadtwerke Lehrte aber haben im Rahmen der Bautätigkeiten die Fassade des Elektrizitätswerkes erhalten und in den Neubau einer Lagerhalle mit angeschlossenem Seminarbereich integriert.

Aktuell laufen die Planungen für einen Erweiterungsbau des 2015 fertiggestellten Verwaltungsneubaus der Stadtwerke Lehrte. Aufgrund der durchweg positiven Erfahrungen mit dem Neubau aus 2015 folgt die neue Planung dem Vorbild dieses Gebäudes.

Unsere Leistungen:

    • energetische Vorprojektierung beider Gebäude
    • Nachweis des Plusenergiehausstandards
    • Erstellung der öffentlich rechtlichen Nachweise gemäß EnEV
    • Koordination der Planungen von Architekten (bauliche Hülle) und Fachplanern (Anlagentechnik) zur Gewährleistung des Plusenergiehausstandards
    • die Beratung zur Minimierung der Wärmebrückenwirkung der Anschlussdetails
    • die detaillierte Berechnung der Wärmebrücken
    • die „Qualitätssicherung baulicher Wärmeschutz“
    • Luftdichtheitsmessung in der Ausführungsphase
    • Erstellung der Antragsunterlagen für eine Bewerbung des Projektes um die Förderung als sogenanntes „Leuchtturmprojekt“ in der Region Hannover gemäß der Ziele des Masterplans 2050
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